Unsere Chronik

 

Es war im Jahr 1967, als das Theater Konrad zum ersten Mal auf der Bühne stand. Mit Stücken von Karl Valentin begeisterte man damals das Publikum auf einer rund vier Meter breiten und 2,50 Meter tiefen Bühne in der Pfarrei St. Konrad. Mittlerweile sind mehr als 40 Jahre vergangen, und in all diesen Jahren hat sich einiges geändert: Seit 1986 wird in der Pfarrei St. Peter und Paul gespielt und auch innerhalb der Gruppe gab es einige personelle Veränderungen. Ein Mann der ersten Stunde ist Manfred Hoffmann. Wenn er die Jahre Revue passieren lässt, zeigt er sich sehr stolz: Wir haben uns nie unterkriegen lassen trotz einiger Probleme und Differenzen. Den Stein ins Rollen gebracht hat allerdings ein anderer: Johann Steinhauser. Er war seit 1952 Pfarrer in St. Konrad und hatte zwei große Leidenschaften: den Chorgesang und das Theater. Kein Wunder, dass er 1953 die Jugend von St. Konrad animierte, Theater zu spielen. Die war mit Eifer bei der Sache, so dass der Nachwuchs bis 1960 bei diversen Festen und Anlässen sein schauspielerisches Talent bewies. Zwischen 1960 und 1967 wurde nicht gespielt. Im Jahr 1967 wurde schließlich das Theater Konrad gegründet. Manfred Hoffmann und Benno Herrmann riefen die Gruppe ins Leben. Spricht man von den Gründungsvätern, muss man aber auch Manfred Seidl erwähnen, der 1970 ins Boot geholt wurde und bis heute das Publikum sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur begeistert. Zehn Jahre lang, von 1973 bis 1983, stand die Theatergruppe zweimal pro Jahr auf der Bühne: einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Ein großer Fan des Theater Konrads war von jeher Franz Furtner, damals Pfarrer von St. Peter und Paul. Er war es auch, der die Theatergruppe nach Peter und Paul holte. Ab 1976 wurde deshalb parallel gespielt: vier Mal in der Pfarrei St. Konrad, und zwei Mal im Pfarrsaal von Peter und Paul. Mit dem Stück Magdalena im Jahr 1983 spielte sich die Theatergruppe schließlich in die Herzen des Publikums von St. Peter und Paul, weshalb man im Jahr 1984 nach einigen Unstimmigkeiten die Pfarrei wechselte. Die Perle Anna war das letzte Stück, das in St. Konrad gespielt wurde. 1985 gab es die nächste Hürde zu meistern: Der Pfarrsaal von St. Peter und Paul wurde abgerissen, weshalb die Proben für Der Hunderter im Westentaschl im Jahr 1985 in die Räumlichkeiten der Pfarrei St. Margaret verlegt werden mussten. Im Jahr 1986 war es aber dann soweit: Der Pfarrsaal samt neuer Bühne in Peter und Paul wurde mit dem Stück Endspurt eingeweiht. Bis heute stehen die Laienschauspieler dort auf der Bühne und fühlen sich beim jetzigen Hausherrn, Pfarrer Heinz-Joachim Quasbarth, sehr gut aufgehoben. Derzeit zählt das Theater Konrad etwa 25 Mitglieder, die sich vor und hinter den Kulissen engagieren. Würde man alle Schauspieler der vergangenen Jahrzehnte noch einmal auf die Bühne bitten, käme man auf weit mehr als 50 Laienschauspieler.

 

Andrea Hermann